Hallo an alle da draußen! :) Ich weiß es sind Wochen vergangen, doch wir haben unseren Farmaufenthalt bei Steven und Franzi verlängert und so war es nicht möglich etwas zu schreiben. Heute sind wir weiter gezogen.
Es ist ein komisches Gefühl wieder "on the road" zu sein. Wir haben uns sehr an unsere Farm gewöhnt. Die Farm ist unser 2. zu Hause und die Kids sind uns total an Herz gewachsen, genauso wie Frazi und Steven. Es ist seltsam keine Jam-Abende mehr zu haben, kein Jägermeister mehr aus japanischen Teetassen zu trinken und nicht mehr im Dreck zu wühlen . Aber so läuft das wohl wenn man auf Reisen ist :)
Ich habe noch gar nicht vom Juan de Fuca Trail erzählt - unserem kleinem Trail Abenteuer. Gleich vorab, wir haben nicht den ganzen Trail geschafft. Barbara musste dann wieder in Victoria arbeiten, aber mir hat es gereicht. Am ersten Tag sind wir gar nicht mehr losgewandert. Wir waren zu spät dran, also haben wir nur noch unsere Zelte aufgebaut und dann super lecker am Strand gekocht! Der Sonnenuntergang war sehr beeindruckend. Wir haben quasi wie auf einem Campingplatz geschlafen, deswegen hatte ich auch keine Angst. Am 2. Tag ging es dann relativ früh morgens los. Es war anstrengender als ich es mir vorgestellt hatte, denn den Rucksack merkt man schon ziemlich auf den Hüften. Der Trail ging mitten durch den Wald. Überall Bäume, Moos, Farne... ziemlich schön und nicht zu heiß. Alle 5 Minuten haben wir ein paar laute "EEeyyyy hoooooo" s in den Wald gerufen, damit die wilden Tiere wussten : wir sind da. Am 2. Tag haben wir am Strand geschlafen. Das war gruuuusselig! Das Meer ist in der Nacht immer näher gekommen und die Steine haben sich während sie zusammen geschlagen sind angehört wie Tiere , die den Strand entlang laufen. Als Caro uns dann noch aufgeweckt hat, weil er ein Tier direkt an ihrem Zelt gehört haben war die Nacht für mich vorbei.
Wir haben aber überlegt. Ziemlich gerädert ging es dann am nächsten Tag weiter. Der schwierigste Teil des Trails stand an!
Stundenlang sind wir nur hoch und runter gelaufen. Teilweise war es super matschig. Es war wie im Dschungel, denn oft konntest du nicht weiter als 5-10 Meter sehen. Es kam mir aber gar nicht so anstrengend vor, denn langsam hatte ich mich an das laufen mit Rucksack gewöhnt. Außerdem waren wir an diesem Tag besonders motiviert, denn wir wussten dass am Chin Beach eine Hütte steht in der man schlafen kann. Schon am frühen Nachmittag hatten wir diese dann auch erreicht. Zwischendurch haben wir noch Dan getroffen. Lustigerweise auch deutsch und alleine unterwegs. Er hat sich uns dann angeschlossen und zusammen hatten wir unten am Strand ein Feuer.
Um zum Strand zu kommen mussten wir die Treppen nehmen. Dabei hab ich mich dann schön hingelegt. Erst auf die Knie und dann auf den Kopf. Ich bin zur Seite dann umgefallen und ein paar Büsche haben mich aufgefangen. Die haben mich ziemlich vor der Klippe geredet.
Nach der Nacht in der Hütte stand der letzte Tag wandern an. Das hat mir fast am besten gefallen. Wunderschöne Klippen, Wasserfälle. Total anders als die anderen Teile des Trails.
Als wir dann nach den 4 Tagen zurück in Victoria waren, war das erstmal ein ganz schöner Schock. Wir waren super dreckig und hungrig. Ich hatte das Gefühl alle starren uns an. Ich war echt froh danach wieder auf die farm zu gehen. Raus aus der City rein ins Farmleben. :)
Jetzt sind wir gerade bei Andrew s Verwandten in Norden von der Insel. In 2 Tagen reisen wir dann weiter nach Calgary. 14 Stunden Busfahrt und man hat das Gefühl man bewegt sich kaum. Total crazy. Danach geht es auf dei nächste Farm. In Bergen, das ist ganz in der Nähe von den Rockie Mountains. Wir sind gespannt :)





hey sweety, good to hear from you - i was beginning to get a bit worried.... Naa, nicht wirklich. Trotzdem, schön zu lesen, dass es dir gut geht. Hoffe, dein Kopf ist beim Sturz heile geblieben. Wann gehts ins Ski-Gebiet? Die Arbeit hat mich wieder voll im Griff und ich weiß nicht, ob mir das so grad gut gefällt. Denke oft an dich! Lass es dir gut gehen. Drück dich. :) h
AntwortenLöschenHey Marie - Nadelbäume direkt am Meer - das fetzt ja :) Ich lese immer wieder gerne deine Berichte!
AntwortenLöschenJohanna