Ihr
könnt ja gar nicht glauben wie schnell die Zeit manchmal vergeht.
Heute auf den Tag genau sind Andrew und ich schon 2 Monate in
Neufundland. Wenn ich nun an den Tag vor 2 Monaten zurück denke muss
ich schon ein bisschen schmunzeln. Aber erst einmal von vorne. Das
letzte was ich berichtet hatte war ja, dass wir die große
Besucherrunde hatten. Von Carolin in Edmonton sind wir ja dann mit
dem Zug 3 Tage bis nach Toronto. Dort haben wir seine Freundin Janine
getroffen und von Toronto ging es dann weiter nach Ottawa ( eine
Woche) und dann Montreal. In Montreal sind wir nur einen Tag
geblieben weil es dann mit der Mitfahrgelegenheit schon weiter nach
Quebec ging. Dort sind wir eine ganz Woche bei seinem Freund Renou
geblieben. Quebec ist eine tolle Stadt, die mich mit ihren Gassen und
engen Straßen total an Deutschland erinnert hat.Meine
Französischlücken kamen in dieser Stadt natürlich bestens zum
Vorschein. Teilweise hatte ich richtig Probleme mich auf Englisch zu
verständigen, zum Glück hatte ich noch Andrew und Renou immer an
meiner Seite. Ein bisschen geärgert hat es mich dann aber schon,
dass ich mir nicht ein bisschen Mühe mit dem französisch lernen
gegeben hatte. Aber es ist ja nicht zu spät ! :)
Von
Quebec haben wir dann wieder den Zug genommen, diesmal nach Halifax.
Da wir bei dieser Strecke keine Betten gebucht hatten fühlte ich
mich nach den 20 Stunden ganz schön gerädert. Zum Glück konnten
wir ohne Probleme bei Andrews Cousine unterkommen und mussten uns
nicht noch um einen Schlafplatz kümmern. Andrews Cousine war super
nett und während ich den ganzen Familiengeschichten lauschte, lies
ich mir das Chilli schmecken, dass sie für uns gemacht hat. Das ist
ein Luxus sage ich euch!! Am nächsten Tag haben wir ein bisschen die
Stadt erkundigt und ich habe versucht Andrew so gut es geht
abzulenken, denn am Abend sollte schon unser Flieger nach
Newfoundland gehen, was Andrew ganz und gar nicht erfreute. Ziemlich
nervös ging es dann abends mit dem Bus zum Flughafen.
Zwei
Nervenbündel auf einem Haufen ist dann natürlich nicht das
Angenehmste. Andrew war super nervös wegen dem Fliegen und ich war
super nervös wegen dem Treffen mit seinen Eltern . Schon ein
bisschen strange einfach dort aufzutauchen und einzuziehen habe ich
gedacht. Ich hoffte einfach, dass seine Eltern mich mögen werden und
das alles gut wird.
Nach
1 einhalb Stunden Flug waren wir dann auch schon in Neufundland. Ich
wollte überhaupt nicht raus aus dem Flugzeug. Andrew war nun
ziemlich relaxed , ich dafür umso nervöser. Natürlich wie ihr euch
alle denken könnt total für umsonst! Seine Eltern begrüßten uns
beide total herzlich und waren einfach nur glücklich ihren Sohn nach
6 Monaten wieder zu haben.
Ab
hier nun die nächsten 2 Monate ein bisschen im Schnelldurchgang
sonst lest ihr hier Romane!
Die ersten Tage bei Andrew zu Hause waren natürlich erstmal ein bisschen seltsam. Plötzlich hatte man ein Zimmer, saubere Klamotten im Schrank und Essen im Kühlschrank.
Die ersten Tage bei Andrew zu Hause waren natürlich erstmal ein bisschen seltsam. Plötzlich hatte man ein Zimmer, saubere Klamotten im Schrank und Essen im Kühlschrank.
Ziemlich
angenehm nach 3 Monaten kann ich euch sagen! Trotzdem kam ich mir mit
allem ein bisschen überfordert vor. Ich hatte meinen Kopf noch voll
mit den ganzen Eindrücken und Momenten der letzten Wochen. Plötzlich
in einem Haus mit Alltag zu leben fühlte sich seltsam an. Aber seine
Eltern verstanden das total und gaben uns erst mal ein paar Tage zum
einleben.
Nach
ca. einer Woche fingen wir dann auch schon an uns für Jobs zu
bewerben.
Besonders
ich war total darauf fixiert einen Job zu finden, nachdem ich in den
3 Monaten Reisen nur Minus gemacht hatte. Da wir einen ziemlich guten
Zeitpunkt erwischt hatten ( so kurz vor Weihnachten) hatten wir dann
auch beide ziemlich schnell einen Job.
Ich
begann in einem Drogerie/Supermarkt zu arbeiten und Andrew an einer
Tankstelle bist die Schule wieder losging. Das war ein ziemlich
schönes Gefühl etwas Geld zu verdienen , jedoch auch irgendwie komisch nach 2 Monaten Farmarbeit nun einen Kassiererjob auszuführen. Vor allem ständig nur ungesunde Sachen zu verkaufen hat mich irgendwie runtergezogen. Chips, Pepsi, Lottotickets - das ist so der Großteil an Sachen der gekauft wird. Vor Weihanchten habe ich dann echt viel gearbeitet und meine freie
Zeit mit lesen oder Musik machen verbracht.
Ein
paar mal waren wir auch Downtown und haben uns eine Show angeschaut
und waren mit Freunden in einer Bar. Es war schön , dass über
Weihnachten seine ganzen Freunde hier waren, bei denen wir während
des Reisens übernachtet hatten. Nun kannte ich sie ja schon ein
bisschen besser und ich fühlte mich einfach wohler . Wobei ich da
auch sagen muss dass seine Freunde mit alle mit offenen Armen
empfangen haben.
Weihnachten
war dann auf jeden Fall auch eine interessante Sache.
Nichts
mit Geschenke öffnen am 24, Socken am Kamin und Geschenke morgens am
25 öffnen ist hier angesagt. Ich wollte ja zu erst Andrews Familie
überreden,dass wir die Geschenke am 24. abends aufmachen aber sie
waren nicht zu überreden und am Ende war ich auch froh darüber.
Schließlich hatte ich mal die Gelegenheit anders zu verbringen,
warum sollte ich es dann genauso machen wollen wie bei mir zu Hause
in Deutschland?!
Am
24. hatten wir jedoch selbstgemachte Pizza wie bei mir zu Hause,
damit ich kein Heimweh bekomme :)
Am
25. haben wir dann also morgens alle unsere Geschenke ausgepackt. Das
war schon witzig wie wir da alles super verschlafen unter dem
Weihnachtsbaum saßen. Andrew und ich hatten uns ziemlich viel Mühe
mit den Geschenken für seine Eltern gegeben. Sharon bekam ein
selbstgemaltes Bild mit Rahmen in A3 Größe. Larry bekam eine CD mit
unseren Liedern und eine Karte von dem Wald in dem er immer spazieren
geht.
Sie
haben sich sehr gefreut!
Nach
dem Geschenke auspacken ging es dann erst mal raus Schnee schaufeln.
Wir hatten über Weihnachten so viel Schnee! Es war nicht mehr
normal. Da standen wir also nun mit Schaufeln und Schnowblower und
verbrachten die nächsten eineinhalb Stunden damit die Einfahrt vom
Schnee zu befreien. Die Nachbarn taten übrigens alle das Gleiche,
was ein ziemlich lustiges Bild ergab.
Hier
seht ihr gleich ein paar Bilder von mir im Schnee und beim
Schneeschuhwandern .Larry hat
immer seine Kamera dabei ;)
Der
nächste Teil Marie in Neufundland folgt dann bald aber ich dachte
dass ich hier schon ganz schön viel geschrieben habe. Das muss erst
mal einer alles lesen wollen :D
Also
meine Lieben fühlt euch umarmt, ich hab euch lieb!
Die
Merry
first hockey game :)
larry - andys papa
