Samstag, 18. Januar 2014

time goes by

Ihr könnt ja gar nicht glauben wie schnell die Zeit manchmal vergeht. Heute auf den Tag genau sind Andrew und ich schon 2 Monate in Neufundland. Wenn ich nun an den Tag vor 2 Monaten zurück denke muss ich schon ein bisschen schmunzeln. Aber erst einmal von vorne. Das letzte was ich berichtet hatte war ja, dass wir die große Besucherrunde hatten. Von Carolin in Edmonton sind wir ja dann mit dem Zug 3 Tage bis nach Toronto. Dort haben wir seine Freundin Janine getroffen und von Toronto ging es dann weiter nach Ottawa ( eine Woche) und dann Montreal. In Montreal sind wir nur einen Tag geblieben weil es dann mit der Mitfahrgelegenheit schon weiter nach Quebec ging. Dort sind wir eine ganz Woche bei seinem Freund Renou geblieben. Quebec ist eine tolle Stadt, die mich mit ihren Gassen und engen Straßen total an Deutschland erinnert hat.Meine Französischlücken kamen in dieser Stadt natürlich bestens zum Vorschein. Teilweise hatte ich richtig Probleme mich auf Englisch zu verständigen, zum Glück hatte ich noch Andrew und Renou immer an meiner Seite. Ein bisschen geärgert hat es mich dann aber schon, dass ich mir nicht ein bisschen Mühe mit dem französisch lernen gegeben hatte. Aber es ist ja nicht zu spät ! :)
Von Quebec haben wir dann wieder den Zug genommen, diesmal nach Halifax. Da wir bei dieser Strecke keine Betten gebucht hatten fühlte ich mich nach den 20 Stunden ganz schön gerädert. Zum Glück konnten wir ohne Probleme bei Andrews Cousine unterkommen und mussten uns nicht noch um einen Schlafplatz kümmern. Andrews Cousine war super nett und während ich den ganzen Familiengeschichten lauschte, lies ich mir das Chilli schmecken, dass sie für uns gemacht hat. Das ist ein Luxus sage ich euch!! Am nächsten Tag haben wir ein bisschen die Stadt erkundigt und ich habe versucht Andrew so gut es geht abzulenken, denn am Abend sollte schon unser Flieger nach Newfoundland gehen, was Andrew ganz und gar nicht erfreute. Ziemlich nervös ging es dann abends mit dem Bus zum Flughafen.
Zwei Nervenbündel auf einem Haufen ist dann natürlich nicht das Angenehmste. Andrew war super nervös wegen dem Fliegen und ich war super nervös wegen dem Treffen mit seinen Eltern . Schon ein bisschen strange einfach dort aufzutauchen und einzuziehen habe ich gedacht. Ich hoffte einfach, dass seine Eltern mich mögen werden und das alles gut wird.
Nach 1 einhalb Stunden Flug waren wir dann auch schon in Neufundland. Ich wollte überhaupt nicht raus aus dem Flugzeug. Andrew war nun ziemlich relaxed , ich dafür umso nervöser. Natürlich wie ihr euch alle denken könnt total für umsonst! Seine Eltern begrüßten uns beide total herzlich und waren einfach nur glücklich ihren Sohn nach 6 Monaten wieder zu haben.

Ab hier nun die nächsten 2 Monate ein bisschen im Schnelldurchgang sonst lest ihr hier Romane!
Die ersten Tage bei Andrew zu Hause waren natürlich erstmal ein bisschen seltsam. Plötzlich hatte man ein Zimmer, saubere Klamotten im Schrank und Essen im Kühlschrank.
Ziemlich angenehm nach 3 Monaten kann ich euch sagen! Trotzdem kam ich mir mit allem ein bisschen überfordert vor. Ich hatte meinen Kopf noch voll mit den ganzen Eindrücken und Momenten der letzten Wochen. Plötzlich in einem Haus mit Alltag zu leben fühlte sich seltsam an. Aber seine Eltern verstanden das total und gaben uns erst mal ein paar Tage zum einleben.
Nach ca. einer Woche fingen wir dann auch schon an uns für Jobs zu bewerben.
Besonders ich war total darauf fixiert einen Job zu finden, nachdem ich in den 3 Monaten Reisen nur Minus gemacht hatte. Da wir einen ziemlich guten Zeitpunkt erwischt hatten ( so kurz vor Weihnachten) hatten wir dann auch beide ziemlich schnell einen Job.
Ich begann in einem Drogerie/Supermarkt zu arbeiten und Andrew an einer Tankstelle bist die Schule wieder losging. Das war ein ziemlich schönes Gefühl etwas Geld zu verdienen , jedoch auch irgendwie komisch nach 2 Monaten Farmarbeit nun einen Kassiererjob auszuführen. Vor allem ständig nur ungesunde Sachen zu verkaufen hat mich irgendwie runtergezogen. Chips, Pepsi, Lottotickets - das ist so der Großteil an Sachen der gekauft wird. Vor Weihanchten habe ich dann echt viel gearbeitet und meine freie Zeit mit lesen oder Musik machen verbracht.
Ein paar mal waren wir auch Downtown und haben uns eine Show angeschaut und waren mit Freunden in einer Bar. Es war schön , dass über Weihnachten seine ganzen Freunde hier waren, bei denen wir während des Reisens übernachtet hatten. Nun kannte ich sie ja schon ein bisschen besser und ich fühlte mich einfach wohler . Wobei ich da auch sagen muss dass seine Freunde mit alle mit offenen Armen empfangen haben.
Weihnachten war dann auf jeden Fall auch eine interessante Sache.
Nichts mit Geschenke öffnen am 24, Socken am Kamin und Geschenke morgens am 25 öffnen ist hier angesagt. Ich wollte ja zu erst Andrews Familie überreden,dass wir die Geschenke am 24. abends aufmachen aber sie waren nicht zu überreden und am Ende war ich auch froh darüber. Schließlich hatte ich mal die Gelegenheit anders zu verbringen, warum sollte ich es dann genauso machen wollen wie bei mir zu Hause in Deutschland?!
Am 24. hatten wir jedoch selbstgemachte Pizza wie bei mir zu Hause, damit ich kein Heimweh bekomme :)
Am 25. haben wir dann also morgens alle unsere Geschenke ausgepackt. Das war schon witzig wie wir da alles super verschlafen unter dem Weihnachtsbaum saßen. Andrew und ich hatten uns ziemlich viel Mühe mit den Geschenken für seine Eltern gegeben. Sharon bekam ein selbstgemaltes Bild mit Rahmen in A3 Größe. Larry bekam eine CD mit unseren Liedern und eine Karte von dem Wald in dem er immer spazieren geht.
Sie haben sich sehr gefreut!




Nach dem Geschenke auspacken ging es dann erst mal raus Schnee schaufeln. Wir hatten über Weihnachten so viel Schnee! Es war nicht mehr normal. Da standen wir also nun mit Schaufeln und Schnowblower und verbrachten die nächsten eineinhalb Stunden damit die Einfahrt vom Schnee zu befreien. Die Nachbarn taten übrigens alle das Gleiche, was ein ziemlich lustiges Bild ergab.
Hier seht ihr gleich ein paar Bilder von mir im Schnee und beim Schneeschuhwandern .Larry hat immer seine Kamera dabei ;)




Der nächste Teil Marie in Neufundland folgt dann bald aber ich dachte dass ich hier schon ganz schön viel geschrieben habe. Das muss erst mal einer alles lesen wollen :D
Also meine Lieben fühlt euch umarmt, ich hab euch lieb!
Die Merry

first hockey game :)
                                        larry - andys  papa