Samstag, 18. Januar 2014

time goes by

Ihr könnt ja gar nicht glauben wie schnell die Zeit manchmal vergeht. Heute auf den Tag genau sind Andrew und ich schon 2 Monate in Neufundland. Wenn ich nun an den Tag vor 2 Monaten zurück denke muss ich schon ein bisschen schmunzeln. Aber erst einmal von vorne. Das letzte was ich berichtet hatte war ja, dass wir die große Besucherrunde hatten. Von Carolin in Edmonton sind wir ja dann mit dem Zug 3 Tage bis nach Toronto. Dort haben wir seine Freundin Janine getroffen und von Toronto ging es dann weiter nach Ottawa ( eine Woche) und dann Montreal. In Montreal sind wir nur einen Tag geblieben weil es dann mit der Mitfahrgelegenheit schon weiter nach Quebec ging. Dort sind wir eine ganz Woche bei seinem Freund Renou geblieben. Quebec ist eine tolle Stadt, die mich mit ihren Gassen und engen Straßen total an Deutschland erinnert hat.Meine Französischlücken kamen in dieser Stadt natürlich bestens zum Vorschein. Teilweise hatte ich richtig Probleme mich auf Englisch zu verständigen, zum Glück hatte ich noch Andrew und Renou immer an meiner Seite. Ein bisschen geärgert hat es mich dann aber schon, dass ich mir nicht ein bisschen Mühe mit dem französisch lernen gegeben hatte. Aber es ist ja nicht zu spät ! :)
Von Quebec haben wir dann wieder den Zug genommen, diesmal nach Halifax. Da wir bei dieser Strecke keine Betten gebucht hatten fühlte ich mich nach den 20 Stunden ganz schön gerädert. Zum Glück konnten wir ohne Probleme bei Andrews Cousine unterkommen und mussten uns nicht noch um einen Schlafplatz kümmern. Andrews Cousine war super nett und während ich den ganzen Familiengeschichten lauschte, lies ich mir das Chilli schmecken, dass sie für uns gemacht hat. Das ist ein Luxus sage ich euch!! Am nächsten Tag haben wir ein bisschen die Stadt erkundigt und ich habe versucht Andrew so gut es geht abzulenken, denn am Abend sollte schon unser Flieger nach Newfoundland gehen, was Andrew ganz und gar nicht erfreute. Ziemlich nervös ging es dann abends mit dem Bus zum Flughafen.
Zwei Nervenbündel auf einem Haufen ist dann natürlich nicht das Angenehmste. Andrew war super nervös wegen dem Fliegen und ich war super nervös wegen dem Treffen mit seinen Eltern . Schon ein bisschen strange einfach dort aufzutauchen und einzuziehen habe ich gedacht. Ich hoffte einfach, dass seine Eltern mich mögen werden und das alles gut wird.
Nach 1 einhalb Stunden Flug waren wir dann auch schon in Neufundland. Ich wollte überhaupt nicht raus aus dem Flugzeug. Andrew war nun ziemlich relaxed , ich dafür umso nervöser. Natürlich wie ihr euch alle denken könnt total für umsonst! Seine Eltern begrüßten uns beide total herzlich und waren einfach nur glücklich ihren Sohn nach 6 Monaten wieder zu haben.

Ab hier nun die nächsten 2 Monate ein bisschen im Schnelldurchgang sonst lest ihr hier Romane!
Die ersten Tage bei Andrew zu Hause waren natürlich erstmal ein bisschen seltsam. Plötzlich hatte man ein Zimmer, saubere Klamotten im Schrank und Essen im Kühlschrank.
Ziemlich angenehm nach 3 Monaten kann ich euch sagen! Trotzdem kam ich mir mit allem ein bisschen überfordert vor. Ich hatte meinen Kopf noch voll mit den ganzen Eindrücken und Momenten der letzten Wochen. Plötzlich in einem Haus mit Alltag zu leben fühlte sich seltsam an. Aber seine Eltern verstanden das total und gaben uns erst mal ein paar Tage zum einleben.
Nach ca. einer Woche fingen wir dann auch schon an uns für Jobs zu bewerben.
Besonders ich war total darauf fixiert einen Job zu finden, nachdem ich in den 3 Monaten Reisen nur Minus gemacht hatte. Da wir einen ziemlich guten Zeitpunkt erwischt hatten ( so kurz vor Weihnachten) hatten wir dann auch beide ziemlich schnell einen Job.
Ich begann in einem Drogerie/Supermarkt zu arbeiten und Andrew an einer Tankstelle bist die Schule wieder losging. Das war ein ziemlich schönes Gefühl etwas Geld zu verdienen , jedoch auch irgendwie komisch nach 2 Monaten Farmarbeit nun einen Kassiererjob auszuführen. Vor allem ständig nur ungesunde Sachen zu verkaufen hat mich irgendwie runtergezogen. Chips, Pepsi, Lottotickets - das ist so der Großteil an Sachen der gekauft wird. Vor Weihanchten habe ich dann echt viel gearbeitet und meine freie Zeit mit lesen oder Musik machen verbracht.
Ein paar mal waren wir auch Downtown und haben uns eine Show angeschaut und waren mit Freunden in einer Bar. Es war schön , dass über Weihnachten seine ganzen Freunde hier waren, bei denen wir während des Reisens übernachtet hatten. Nun kannte ich sie ja schon ein bisschen besser und ich fühlte mich einfach wohler . Wobei ich da auch sagen muss dass seine Freunde mit alle mit offenen Armen empfangen haben.
Weihnachten war dann auf jeden Fall auch eine interessante Sache.
Nichts mit Geschenke öffnen am 24, Socken am Kamin und Geschenke morgens am 25 öffnen ist hier angesagt. Ich wollte ja zu erst Andrews Familie überreden,dass wir die Geschenke am 24. abends aufmachen aber sie waren nicht zu überreden und am Ende war ich auch froh darüber. Schließlich hatte ich mal die Gelegenheit anders zu verbringen, warum sollte ich es dann genauso machen wollen wie bei mir zu Hause in Deutschland?!
Am 24. hatten wir jedoch selbstgemachte Pizza wie bei mir zu Hause, damit ich kein Heimweh bekomme :)
Am 25. haben wir dann also morgens alle unsere Geschenke ausgepackt. Das war schon witzig wie wir da alles super verschlafen unter dem Weihnachtsbaum saßen. Andrew und ich hatten uns ziemlich viel Mühe mit den Geschenken für seine Eltern gegeben. Sharon bekam ein selbstgemaltes Bild mit Rahmen in A3 Größe. Larry bekam eine CD mit unseren Liedern und eine Karte von dem Wald in dem er immer spazieren geht.
Sie haben sich sehr gefreut!




Nach dem Geschenke auspacken ging es dann erst mal raus Schnee schaufeln. Wir hatten über Weihnachten so viel Schnee! Es war nicht mehr normal. Da standen wir also nun mit Schaufeln und Schnowblower und verbrachten die nächsten eineinhalb Stunden damit die Einfahrt vom Schnee zu befreien. Die Nachbarn taten übrigens alle das Gleiche, was ein ziemlich lustiges Bild ergab.
Hier seht ihr gleich ein paar Bilder von mir im Schnee und beim Schneeschuhwandern .Larry hat immer seine Kamera dabei ;)




Der nächste Teil Marie in Neufundland folgt dann bald aber ich dachte dass ich hier schon ganz schön viel geschrieben habe. Das muss erst mal einer alles lesen wollen :D
Also meine Lieben fühlt euch umarmt, ich hab euch lieb!
Die Merry

first hockey game :)
                                        larry - andys  papa

Mittwoch, 30. Oktober 2013

große Besucherrunde

Nachdem sogar meine Eltern in der letzten E mail gefragt haben wo ich denn gerade überhaupt bin, ist es wohl an der Zeit mal wieder zu bloggen :)
Im letzen Post habe ich ja schon erwähnt, dass wir uns auf den Weg nach Banff gemacht haben. Wie immer waren wir mit Greyhound unterwegs. In Banff hat uns Keal ( der Cousin von unseren ersten Hosts) abgeholt und wir sind zu ihm in die Wohnung gefahren. Er wohnt zusammen mit einem Paar und ich war super happy , dass er einfach gesagt hat wir können bei ihm für ein paar Tage wohnen.Wir haben also unsere Rucksäcke in die Wohnung geschmissen, ein paar Drinks genossen und dann haben wir uns ab ins Nachtleben von Banff aufgemacht. Mir war schon klar, dass diese Woche sehr ungesund werden wird.
Andrew hing auch gleich am nächsten Morgen über der Toilette, unser Körper war nach wochenlangem Farmleben einfach nichts mehr gewöhnt. ;)
Deswegen wurde aus der kleinen Wanderung, die wir für den nächsten Tag geplant hatten auch erstmal nichts. Dafür hat Andrew endlich die deutschen Jungs, die wir in Victoria getroffen haben, wiedergesehen. Mit ihnen sind wir ein bisschen durch Banff geschlendert und zu einem Fluss mit toller Aussicht gelaufen. Andrew ist in diesen Fluss dann reingesprungen, obwohl das Wasser sau kalt war! =)


Abends habe ich dann Barbara wieder getroffen, die zufällig mit der Moose Tour einen Abend in Banff verbracht hat. Zusammen haben wir in einer Bar mal wieder ausgiebig gequatscht.
An unserem letzten Tag in Banff haben wir endlich noch unsere kleine Wanderung gemacht (zusammen mit Keal)
Wir sind auf Tunnel Mountain gewandert und von dort hatten wir eine wunderschöne Aussicht!! Das war für mich absolut ein Highlight , denn an sich hat mich Banff nicht so vom Hocker gehauen ( viel zu touristisch)



Nach Banff ging es wieder mit dem Greyhoud weiter, diesmal nach Red deer zu Andrew s Onkel.
Andrew s Freund aus Lethbridge ist auch gekommen und zusammen haben wir das Wochenende verbracht. Wir waren zusammen im Kino und haben einfach unsere Zeit genossen.
Am 2. Tag hat es dann das erste Mal richtig geschneit. Ich war ziemlich überrascht , weil es den Tag davor noch gar nicht nach Schnee aussah.


Der letzte Stop, vor der großen Zugfahrt war dann Carolin in Edmonton. Es war total witzig , jemanden den du aus Deutschland kennst in Kanada wieder zu treffen.
Carolin hat eine richtig schöne Wohnung mit 3 anderen Leuten in einer schönen Wohngegend. Wir hatten ein paar richtig schöne Tage zusammen. An 2 Abenden haben wir zusammen gekocht, was wenn man ständig am reisen ist total wohltuend ist. (oft ist man nur Pizza und ungesunde Sachen weil man nicht immer die Möglichkeit zum kochen hat)
Dann hat uns Carolin ihren Arbeitsplatz gezeigt, ein schöner Fair Traid Shop auf einer zentralen Einkaufsstraße. Dann habe ich mit Carolin endlich eine dicke Winterjacke gekauft und abends haben wir noch meine Haare mit Henna gefärt. eine ganz schöne Sauerrei! :D
Jetzt sitzen wir gerade noch in der Küche und in 30 Minuten müssen wir zum Zug. Wir werden 2 Tage und 8 Stunden mit dem Zug unterwegs sein. 3500 Kilometer! und dann sind wir schon in Toronto. Ich freu mich schon auf die Zugfahrt. Bis bald meine Lieben!
Ich hab euch lieb :)



Sonntag, 20. Oktober 2013

Thanksgiving, Schlachten, Goodbye farming

Schon wieder mehr als 2 Wochen um und wir verlassen Farm Nummer 2! Damit sind wir auch erstmal am Ende mit unserer Farm Karriere. Ich denke ich werde das Farmleben etwas vermissen. Klar es ist dreckig, oft kalt und viel körperliche Arbeit aber es macht auch viel Spaß. Vor allem wenn man mit Tieren seine Zeit verbringt. Heute bin ich kurz auf einem von den 7 Pferden geritten. Oh man ich saß noch nie auf so einem hohen Pferd! Es war auf jeden Fall schön an den vielen bunten Bäumen vorbei zu reiten. Es war auch ziemlich war heute, wir hatten bestimmt noch 15 Grad und Sonnenschein.
Letze Woche habe ich zum erstem mal gesehen wie ein Huhn geschlachtet wird. Ziemlich komisches Gefühl , aber ich denke wenn man Fleisch essen will sollte man damit klar kommen. Ob ich es selbst schlachten könnte ist wieder eine andere Frage. Zumindest habe ich geholfen es zu rupfen :D Und dann haben wir es zum Thanksgiving Abendessen gegessen.



Morgen reisen wir weiter. Eigentlich war ja der Plan, das wir jetzt direkt weiter Richtung Newfoundland ziehen aber wir wollen jetzt doch noch unsere deutschen Freunde in Banff besuchen. Eine Nacht besuche wir auch den Cousin von unseren Hosts Steven und Franzi. Ich freue mich darauf die Berge zu sehen und ein paar entspannte Tage mit unseren Freunden zu verbrigen. Wir hören uns bald" =)

Sonntag, 13. Oktober 2013

es wird kalt.



Gestern habe ich wirklich schon die ersten Schneeflocken gesehen, dementsprechend kalt war es auch. Ich muss mir dringend noch mehr Wintersachen zulegen, bis jetzt konnte ich mich noch nicht wirklich dazu durchringen... bei einem Rucksack ist das nämlich eine echte Challenge alles unterzukriegen :)
Man merkt schon einen Unterschied im Klima, wir sind jetzt nicht mehr auf der warmen Insel sondern im rauen Alberta. Leider nicht wirklich in den Rocky Mountains, aber die habe ich zumindest auf der Busreise hier her in der aufgehenden Sonne gesehen. Das war richtig schön. Du wachst auf nach einer super schlechten Busnacht und willst einfach nur in ein Bett oder ein paar Ladungen Kaffee haben. Dann schaust du aus dem Fenster , siehst wie die Berge in der Morgensonne baden und alles ist vergessen. So ähnlich muss das bei einer Geburt sein.
Die Farm, auf der wir jetzt gerade sind liegt also nicht in den Bergen, aber wir sind umringt von Feldern und Wäldern. Da die Laubbäume jetzt richtig orange werden sieht es wirklich aus wie in den Reiseführern.
Unsere Farm hier ist ganz gut, ich würde es nicht mit Steven und Franzi vergleichen denn das war schon eher wie eine 2. Familie. Trotzdem ist es eine ganz coole Erfahrung mit den ganzen Tieren. Ihr wisst ja ich bin nicht der beste Tiermensch und vor allem mit Hunden habe ich so meine Probleme. Da hatte ich dann erstmal zu schlucken als wir ankamen und uns erstmal 6 Hunde entgegenrannten. 3 davon könnten locker mal Ponys sein! Aber ich komm mittlerweile ganz gut damit klar. Die restlichen Tiere sind einfacher für mich zu händeln. Wir stehen jeden Tag um 7 auf und füttern ungefähr 200 Hühner, dann füttern wir noch die Schweine und die Tauben. Die Pferde , Yaks etc versorgen sich so ziemlich alleine. Mittags holen wir die ganzen Eier nach drinnen und säubern sie und abends wird dann nochmal gefüttert. Das ist schon eine ziemliche Arbeit ( vor allem körperlich) , ich hoffe ich bekomme hier ein paar von meinen verlorenen Klettermuskeln durch das ganze Eimerschleppen zurück ;)
Ich weiß nicht ob ich so leben wollen würde. Vielleicht irgendwann mal , aber es ist trotzdem eine interessante Sache. Unser Hostdad hat auch Schlangen bei sich oben aber die haben wir nie gesehen. Heute wird geschlachtet. Ich bin mir noch nicht so sicher ob ich da dabei sein will. Ich war noch nie bei einer Schlachtung dabei und fürchte ein kleines Traumata :D Aber mal sehen, interessieren würde es mich schon.
Also meine Lieben , auf bald! Mich würde mal interessieren wie das Wetter bei euch so ist. Wird es schon Winter?
eure Marie

Montag, 30. September 2013

Oma , ich lebe noch! :)

Hallo an alle da draußen! :) Ich weiß es sind Wochen vergangen, doch wir haben unseren Farmaufenthalt bei Steven und Franzi verlängert und so war es nicht möglich etwas zu schreiben. Heute sind wir weiter gezogen.
Es ist ein komisches Gefühl wieder "on the road" zu sein. Wir haben uns sehr an unsere Farm gewöhnt. Die Farm ist unser 2. zu Hause und die Kids sind uns total an Herz gewachsen, genauso wie Frazi und Steven. Es ist seltsam keine Jam-Abende mehr zu haben, kein Jägermeister mehr aus japanischen Teetassen zu trinken und nicht mehr im Dreck zu wühlen . Aber so läuft das wohl wenn man auf Reisen ist :)
Ich habe noch gar nicht vom Juan de Fuca Trail erzählt - unserem kleinem Trail Abenteuer. Gleich vorab, wir haben nicht den ganzen Trail geschafft. Barbara musste dann wieder in Victoria arbeiten, aber mir hat es gereicht. Am ersten Tag sind wir gar nicht mehr losgewandert. Wir waren zu spät dran, also haben wir nur noch unsere Zelte aufgebaut und dann super lecker am Strand gekocht! Der Sonnenuntergang war sehr beeindruckend. Wir haben quasi wie auf einem Campingplatz geschlafen, deswegen hatte ich auch keine Angst. Am 2. Tag ging es dann relativ früh morgens los. Es war anstrengender als ich es mir vorgestellt hatte, denn den Rucksack merkt man schon ziemlich auf den Hüften. Der Trail ging mitten durch den Wald. Überall Bäume, Moos, Farne... ziemlich schön und nicht zu heiß. Alle 5 Minuten haben wir ein paar laute "EEeyyyy hoooooo" s in den Wald gerufen, damit die wilden Tiere wussten : wir sind da. Am 2. Tag haben wir am Strand geschlafen. Das war gruuuusselig! Das Meer ist in der Nacht immer näher gekommen und die Steine haben sich während sie zusammen geschlagen sind angehört wie Tiere , die den Strand entlang laufen. Als Caro uns dann noch aufgeweckt hat, weil er ein Tier direkt an ihrem Zelt gehört haben war die Nacht für mich vorbei.
Wir haben aber überlegt. Ziemlich gerädert ging es dann am nächsten Tag weiter. Der schwierigste Teil des Trails stand an!
Stundenlang sind wir nur hoch und runter gelaufen. Teilweise war es super matschig. Es war wie im Dschungel, denn oft konntest du nicht weiter als 5-10 Meter sehen. Es kam mir aber gar nicht so anstrengend vor, denn langsam hatte ich mich an das laufen mit Rucksack gewöhnt. Außerdem waren wir an diesem Tag besonders motiviert, denn wir wussten dass am Chin Beach eine Hütte steht in der man schlafen kann. Schon am frühen Nachmittag hatten wir diese dann auch erreicht. Zwischendurch haben wir noch Dan getroffen. Lustigerweise auch deutsch und alleine unterwegs. Er hat sich uns dann angeschlossen und zusammen hatten wir unten am Strand ein Feuer.
Um zum Strand zu kommen mussten wir die Treppen nehmen. Dabei hab ich mich dann schön hingelegt. Erst auf die Knie und dann auf den Kopf. Ich bin zur Seite dann umgefallen und ein paar Büsche haben mich aufgefangen. Die haben mich ziemlich vor der Klippe geredet.
Nach der Nacht in der Hütte stand der letzte Tag wandern an. Das hat mir fast am besten gefallen. Wunderschöne Klippen, Wasserfälle. Total anders als die anderen Teile des Trails.
Als wir dann nach den 4 Tagen zurück in Victoria waren, war das erstmal ein ganz schöner Schock. Wir waren super dreckig und hungrig. Ich hatte das Gefühl alle starren uns an. Ich war echt froh danach wieder auf die farm zu gehen. Raus aus der City rein ins Farmleben. :)



Jetzt sind wir gerade bei Andrew s Verwandten in Norden von der Insel. In 2 Tagen reisen wir dann weiter nach Calgary. 14 Stunden Busfahrt und man hat das Gefühl man bewegt sich kaum. Total crazy. Danach geht es auf dei nächste Farm. In Bergen, das ist ganz in der Nähe von den Rockie Mountains. Wir sind gespannt :)

Dienstag, 3. September 2013

das große Abenteuer startet :)

Back to the city

Nach 2 Wochen kann ich mich mal wieder bei euch melden. Auf der Farm hatte ich kaum Internetzugang und deswegen war es eher schwieriger etwas zu posten. Dafür kann ich euch jetzt nach den vollen 2 Wochen ein umfassendes Feedback geben :)
Also die Farm, auf der wir gelebt haben ist circa 20 Minuten von jeglicher Zivilisation entfernt. Pure Natur und ein einfacher Lebensstandart, was mir persönlich total gefallen hat.
Wir haben jeden Tag gekocht, hauptsächlich mit dem Gemüse aus dem Garten. Brot haben wir ebenfalls selbst gebacken und das Fleisch kam von ihren eigenen Hühner und Truthähnen. Es ist genial, wenn man so einen Bezug zur „Quelle“ bekommt. Nicht einfach rein in den Supermarkt, Mangos aus Mexiko, Kiwis aus Neuseeland oder Äpfel aus Afrika in den Korb gepackt und das war´s. Hauptsache billig , ohne einmal das ganze System zu hinterfragen.
Steven und Frani , unsere Gasteltern die aber selbst erst Anfang bzw. Mitte 30 sind haben uns viel über das Anbauen von Pflanzen und das Verarbeiten erklärt. Sie haben uns einfach so nen richtig guten Eindruck in dieses ganze System gegeben. Manchmal war ich richtig deprimiert, weil wenn du anfängst ein bisschen darüber nachzudenken, wird dir schnell klar das es so wie es im Moment läuft nicht ewig weiter gehen kann.
Es ist cool mit seiner eigenen Farm quasi unabhängig von allem zu sein, aber es ist auch eine menge Arbeit. Wenn du nicht gerade am ernten bist, pflanzt du neue Samen oder sortierst Samen für das nächste Jahr oder du bist damit beschäftigt Gemüse und Obst einzukochen, zu trocknen bzw. anderweitig zu verarbeiten.
Ich kann jetzt jedenfalls Gemüse richtig anpflanzen, Beete aufbereiten, Tomaten trimmen, Feuerholz stapeln, Brot backen und noch ein paar andere Dinge.
Die Zeit hier will ich wirklich nicht missen, auch wenn wir durch Eddie und Win immer im Dauerstress waren. Hauptsächlich natürlich Steven und Franzi aber wir haben geholfen so gut es ging. Win ist gerade mal 16 Monate und Eddie 5. Zum Glück waren Franzis Eltern aus Deutschland jetzt für 6 Wochen hier und haben geholfen. Michi ist super cool und bringt uns immer zum lachen. Für ihn ist nämlich alles immer totaaaaaaaaaaal schön und ach alles totally crazy. Er lebt einfach ein bisschen in seiner eigenen Welt und das ist super so :)
Er hat mir gesagt ich muss auf jeden Fall versuchen nicht so deutsch zu sein. Durch Andrew bekomme ich auch ganz gut mit was das heißt „nicht-deutsch-sein“ ;)
Und zwar: lass dir nie die Ruhe nehmen, immer entspannt sein. Jeder 5 Minuten Talk kann schnell mal zum 2 Stunden Gespräch über Realität und Universum werden , einfach nicht weit voraus planen und so weiter. Ich mag das ziemlich gerne und bin glaube ich auf dem besten Weg meine „deutsche Art“ abzulegen ;)
Allein die Farm hat schon einiges verändert. Immer dreckige Fingernägel haben? Kein Problem. Dreckige Wäsche waschen? Nöö wieso wird doch morgen auch wieder dreckig.
Wie spät ist es? Total irrelevante Frage, wer muss wissen wie spät es ist? Uns so weiter und so fort ;)
Ich hab schon ein bisschen Angst jetzt wieder in die Stadt zu gehen, das wird sicher ein kleiner Kulturschock.
Dienstag reisen wir erstmal ab, ja erstmal. Franzi und Steven haben uns eingeladen wieder zu kommen. Sie wollen gerne das wir noch länger bei ihnen bleiben und das werden wir auch machen. Wahrscheinlich den September noch. Dienstag bis Samstag werden wir mit Barbara und Carlo aber erstmal den Juan de Fuca trail laufen.
Ich bin echt nervös, will es aber unbedingt machen. Unsere Freunde aus dem Hostel sind ihn gelaufen und haben dabei 2 Bären aus nächster Entfernung gesehen. Gerade ist wohl Bären Zeit weil so viele Beere im Wald reif sind. Andrew´s Kumpel hat den Trail vor ein paar Tagen versucht und musste abbrechen. Das Wetter war zu schlecht. Er hat sein Zelt aufgeschlagen und ist nachts aufgewacht weil komplett alles unter Wasser stand. Gerade ist wunderschönes Wetter und ich hoffe es hält an. Andrew hat jedenfalls kein gutes Gefühl für den Trail, aber ich denke das wird schon werden. Ich melde mich wenn ich wieder zurück bin. Sorry ist ein bisschen lang geworden :)





Dienstag, 20. August 2013

Planänderung =)

Nachdem ich euch vor ein paar Tagen noch von meinem 2. Job erzählt habe , erfolgte schon wieder eine Planänderung. Ich habe beschlossen Victoria erst einmal zu verlassen. Victoria ist eine wunderschöne Stadt, die Leute und meine Wohnung sind toll, aber ich will jetzt nicht noch ein paar Wochen hier arbeiten.
Dafür ist der Sommer zu kurz und das Wetter zu gut :)
Deswegen habe ich mir dann gestern einen WWoofing Account erstellt. WWoofing bedeutet man arbeitet ( meist auf einer Farm) und darf dafür dort wohnen und essen. Ein richtig cooles Konzept wie ich finde.
Mir haben auch richtig viele Farmen zugesagt von ihrem Profil her und deswegen habe ich bestimmt 15 Farmen angeschrieben. Es haben auch ein paar geantwortet und wenn alles gut geht werde ich übermorgen mit WWoofen beginnen. Ich bin schon total gespannt! Die Farm ist auf Vancouver und wird von einem deutsch/kanadischen Paar betrieben. Die Beiden haben dort ihr eigenes Musik Studio oder so ähnlich auf ihrer Farm. Also Musiker mit 2 kleinen Kindern und Großeltern. Ansonsten gibt es glaube ich noch ein paar Tiere und Gemüse eben. Gleich hinter dem Haus soll ein Wanderweg beginnen und der nächste Laden ist wohl 20 Minuten entfernt. Ach das wird sicher gut :) Ein paar Stunden arbeiten, dann entspannen - Musik hören, Bücher lesen, Gitarre spielen.
Ich gehe jetzt einfach mal vom positiven aus. Meine Freundin Jana ( auch im Hostel kennen gelernt) war jetzt auf einer Farm hier in der Nähe und hat nach ein paar Tagen abgebrochen.
Plumsklo, Gras und Mushrooms im ganzen Haus, Kakerlaken und transsexuelle Besitzer waren dann doch etwas zu viel des Guten ;)
Das ist halt immer ein bisschen das Risiko - du weißt nie was dich wirklich erwarten wird. Aber ich bin zuversichtlich. Heute werde ich noch ein bisschen Wäsche waschen , aufräumen und dann ins Hostel fahren. Hier sind noch ein paar Bilder von unserem kleinen "Abschiedsabend". Wir hatten Sturmfrei und deswegen haben wir ein paar Leute nach Hause eingeladen ;)
ALso psssssssssst